Die Waschtischarmatur ist das meistgenutzte Element im Badezimmer – sie wird täglich mehrfach zum Händewaschen, Zähneputzen und zur Körperpflege verwendet. In unserem Sortiment finden Sie Waschtischarmaturen direkt vom Hersteller, in zahlreichen Ausführungen, Bauhöhen und Oberflächen für jeden Einsatz. Ob als kompakter Einhebelmischer für ein Einbauwaschbecken, als hohe Standarmatur für ein Aufsatzbecken oder als Unterputzlösung für ein minimalistisch gestaltetes Bad – die richtige Armatur hängt von der Beckenform, der Montagesituation und dem Designkonzept ab.
Standwaschtischarmaturen sind die am häufigsten eingesetzte Variante. Sie werden durch ein Bohrloch im Waschbecken oder in der Waschtischplatte geführt, von oben eingesetzt und von unten mit Befestigungsmutter und Anschlussschläuchen fixiert. Dichtungen zwischen Armaturenfuß und Keramik verhindern das Eindringen von Wasser in den Befestigungsbereich.
Einhebelmischer steuern Temperatur und Durchflussmenge über einen einzigen Hebel – horizontale Bewegung regelt die Temperatur, vertikale die Wassermenge. Die Bedienung ist intuitiv und mit einer Hand möglich. Im Inneren sitzt eine Keramikkartusche, die das Mischverhältnis von Warm- und Kaltwasser präzise regelt. Hochwertige Kartuschen bleiben über viele Jahre leichtgängig und dicht, ohne zu tropfen oder schwergängig zu werden.
Zweigriffmodelle haben separate Bediengriffe für Warm- und Kaltwasser. Die gewünschte Temperatur wird durch gleichzeitiges Öffnen beider Griffe eingestellt. Diese Bauform passt zu traditionell gestalteten Bädern und benötigt drei Bohrlöcher im Becken – zwei für die Griffe und eines für den Auslauf. Der Lochabstand ist bei den meisten Modellen genormt, kann aber bei älteren Becken abweichen.
Hohe Waschtischarmaturen haben einen verlängerten Standkörper und einen erhöhten Auslauf – die Gesamthöhe liegt je nach Modell zwischen 27 und 35 cm. Sie sind speziell für Aufsatzwaschbecken konzipiert, die deutlich höher über der Waschtischplatte sitzen als Einbau- oder Hängebecken.
Der erhöhte Auslauf schafft ausreichend Bewegungsfreiheit zwischen Beckenrand und Wasserstrahl. Bei zu niedrigen Armaturen an hohen Aufsatzbecken trifft das Wasser zu steil auf die Beckenfläche und verursacht Spritzwasser. Die Armaturhöhe sollte daher immer in Relation zur Beckenform gewählt werden – die genauen Maßangaben finden sich in den Produktdetails.
Niedrige Standardarmaturen mit einer Auslaufhöhe von 10 bis 15 cm passen zu flachen Einbauwaschbecken, Möbelwaschbecken und Hängebecken. Diese Bauform ist kompakt, unauffällig und bei klassischen Badezimmerkonzepten die gängige Wahl. Die geringere Höhe reduziert Spritzwasser beim Händewaschen.
Wandwaschtischarmaturen werden an der Wand über dem Becken montiert. Die Wasseranschlüsse liegen in der Wand, sichtbar bleiben nur Bediengriffe und Auslauf. Das Becken selbst bleibt frei von Bohrlöchern und Armaturenfuß, was die Reinigung des Beckenrands erheblich erleichtert.
Die Montagehöhe über dem Beckenrand liegt üblicherweise bei 15 bis 20 cm. Der Auslauf muss so positioniert sein, dass das Wasser mittig ins Becken fällt. Die Ausladung – also der horizontale Abstand von der Wand bis zur Auslaufspitze – muss zum Abstand zwischen Wand und Becken passen: Steht das Becken wandnah, genügt eine kürzere Ausladung; bei größerem Wandabstand ist ein längerer Auslauf erforderlich.
Die Wasseranschlüsse müssen bereits beim Rohbau oder bei einer Sanierung korrekt in der Wand positioniert werden. Eine nachträgliche Änderung der Anschlussposition erfordert Stemm- und Fliesenarbeiten.
Bei Unterputz-Waschtischarmaturen verschwindet der gesamte Armaturenkörper in der Wand. Sichtbar bleiben nur Bediengriffe oder Bedienrosetten und der Auslauf. Das ergibt eine sehr klare, reduzierte Optik und macht die Reinigung der Wandfläche einfacher – keine vorstehenden Teile, keine schwer zugänglichen Bereiche rund um den Armaturenfuß.
Die Installation muss im Rohbau oder bei einer umfassenden Badsanierung geplant werden. Ein Unterputz-Element wird in die Wand eingebaut, bevor verputzt und gefliest wird. Nach Abschluss der Wandarbeiten werden Bedienrosette und Auslauf aufgesetzt. Der Zugang zur Kartusche für spätere Wartungsarbeiten erfolgt von vorne durch Abnahme der Bedienrosette.
Viele Waschtischarmaturen verfügen über eine integrierte Ablaufsteuerung, die das Ablaufventil im Waschbecken öffnet und schließt.
Pop-up-Ablauf: Ein Hebel hinter dem Auslauf ist über eine Zugstange unter dem Becken mit dem Ablaufventil verbunden. Ein Zug am Hebel öffnet oder schließt den Ablauf. Diese Variante ist bei modernen Standarmaturen weit verbreitet.
Zugknopf-Ablauf: Ein Knopf sitzt direkt auf dem Ablaufventil im Becken und wird unabhängig von der Armatur bedient. Diese Lösung ist konstruktiv einfacher und erfordert keine Verbindung zur Armatur.
Nicht alle Armaturen liefern einen Ablauf im Lieferumfang – die Produktbeschreibungen geben darüber Auskunft.
Perlatoren am Auslauf mischen Luft ins Wasser. Der Strahl wird weicher, gleichmäßiger und spritzt weniger. Gleichzeitig sinkt der Wasserverbrauch deutlich – moderne Perlatoren kommen mit 5 bis 6 Litern pro Minute aus, ohne dass der Wasserstrahl schwächer wirkt.
In Österreich sind die Wasserdruckverhältnisse regional unterschiedlich. Bei hartem Wasser – was in manchen Regionen vorkommt – setzen sich Perlatoren durch Kalkablagerungen zu. Sie lassen sich einfach abschrauben, in Essigwasser oder verdünnte Zitronensäure einlegen und nach kurzer Einwirkzeit wieder einschrauben. Diese regelmäßige Wartung erhält den vollen Durchfluss und das gleichmäßige Strahlbild dauerhaft.
Schwenkbare Ausläufe lassen sich seitlich drehen – üblich sind Schwenkbereiche von 120 bis 180 Grad. Das ist besonders praktisch bei Doppelwaschbecken, um mit einer Armatur beide Becken erreichen zu können.
Die Ausladung – der horizontale Abstand vom Armaturenfuß bis zur Auslaufspitze – sollte zur Beckengröße passen. Das Wasser sollte mittig ins Becken fallen, nicht zu nah am vorderen Beckenrand. Die Ausladungsmaße sind in den Produktdetails angegeben.
Der Armaturenkörper besteht bei hochwertigen Modellen aus Messing – korrosionsbeständig, formstabil und gut verarbeitbar. Messing lässt sich galvanisch verchromen oder durch das PVD-Verfahren mit anderen Oberflächen beschichten. PVD-Beschichtungen – eingesetzt bei Mattschwarz, Gold, Kupfer und Gunmetal – sind härter und kratzbeständiger als herkömmliche Lackierungen.
Waschtischarmaturen haben standardisierte Anschlüsse mit ½-Zoll-Gewinde. Flexible Anschlussschläuche – üblicherweise 30 bis 50 cm lang – verbinden die Armatur mit den Eckventilen an der Wand und gleichen geringe Positionsabweichungen aus.
Der optimale Betriebsdruck liegt zwischen 1 und 5 bar. Bei sehr niedrigem Druck – etwa bei einem drucklosen Warmwasserbereiter – sind Niederdruckarmaturen erforderlich. Diese haben drei Anschlüsse statt zwei und sind nicht mit druckfester Wasserversorgung kombinierbar. Die Produktbeschreibungen geben an, ob ein Modell für Hoch- oder Niederdruck geeignet ist.
Für die tägliche Pflege genügt ein weiches Tuch mit mildem Reiniger. Keine Scheuermittel verwenden – diese zerkratzen Oberflächen und greifen Dichtungen an. Nach der Reinigung mit klarem Wasser nachspülen und trocken reiben, um Schlieren zu vermeiden.
Kalkablagerungen lassen sich mit verdünnter Zitronensäure oder Essig lösen. Kurz einwirken lassen, gründlich abspülen und trocken reiben. Bei beschichteten Oberflächen wie Mattschwarz, Gold oder Gunmetal die Verträglichkeit des Reinigungsmittels vorher an einer unauffälligen Stelle prüfen.
Eine tropfende Armatur deutet meist auf eine verschlissene Kartusche oder Dichtung hin. Der Kartuschenausstausch ist bei Standarmaturen in der Regel mit Standardwerkzeug durchführbar.
Bei der Wahl sind folgende Punkte entscheidend:
Die technischen Daten in den Produktbeschreibungen enthalten alle relevanten Maße: Gesamthöhe, Auslaufhöhe, Ausladung und Anschlussmaße.
Welche Armaturhöhe brauche ich für ein Aufsatzbecken?
Hohe Waschtischarmaturen mit einer Gesamthöhe von 27 bis 35 cm sind für Aufsatzbecken ausgelegt. Die genaue Höhe sollte zur Beckenhöhe passen – die Maßangaben finden sich in den Produktdetails.
Passt jede Armatur auf jedes Waschbecken?
Die Anzahl der Bohrlöcher im Becken muss zur Armatur passen. Einhebelmischer benötigen ein zentrales Loch, Zweigriffmodelle drei Löcher. Bei Dreilochmodellen sollte auch der Lochabstand geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Hoch- und Niederdruckarmatur?
Hochdruckarmaturen funktionieren mit normalem Leitungsdruck (ab 1 bar). Niederdruckarmaturen sind für drucklose Warmwasserbereiter konzipiert und haben drei Anschlüsse. Sie dürfen nicht an druckfeste Wasserversorgung angeschlossen werden.
Kann ich eine Waschtischarmatur selbst montieren?
Standarmaturen lassen sich mit Grundkenntnissen und Standardwerkzeug selbst einbauen. Wandarmaturen und Unterputzsysteme erfordern Vorarbeiten in der Wand und sollten bei Neubau oder Sanierung von einem Fachbetrieb installiert werden.
Was bedeutet Pop-up-Ablauf?
Ein Pop-up-Ablauf ist eine Ablaufsteuerung, die über einen Hebel an der Armatur das Ablaufventil im Waschbecken öffnet und schließt. Die Verbindung erfolgt über eine Zugstange unter dem Becken.
Wie entferne ich Kalk von der Waschtischarmatur?
Verdünnte Zitronensäure oder Essig kurz einwirken lassen, abspülen und trocken reiben. Perlatoren abschrauben und separat in Essigwasser einlegen. Bei beschichteten Oberflächen vorher die Verträglichkeit prüfen.
Sind schwarze Armaturen schwerer zu pflegen?
Wasserflecken und Kalkablagerungen sind auf dunklen Oberflächen sichtbarer als auf Chrom. Regelmäßiges Abtrocknen nach dem Gebrauch hält den Reinigungsaufwand gering.
Was ist PVD-Beschichtung?
PVD (Physical Vapour Deposition) ist ein Verfahren, bei dem eine harte, kratzbeständige Schicht auf den Armaturenkörper aufgebracht wird. Es kommt bei Oberflächen wie Mattschwarz, Gold, Kupfer und Gunmetal zum Einsatz und ist langlebiger als herkömmliche Lackierungen.