Die bodengleiche Dusche ist heute Standard in österreichischen Neubauten und bei Badsanierungen – kein Schwellenprofil, keine Duschkabine mit Rahmen, eine durchgehende Fliesenfläche auf gleicher Höhe. Das Herzstück dieser Lösung ist der Bodenablauf, der das Duschwasser zuverlässig ableitet. In unserem Sortiment finden Sie ausschließlich lineare Duschrinnen (Linienabläufe) direkt vom Hersteller – in Edelstahl, Weiß und Schwarz, in Längen von 600 bis 900 mm, mit DN40-Anschluss und einem Durchfluss von 25 bis 35 l/min, für bodengleiche Duschen in österreichischen Bädern jeder Größe.
Eine Duschrinne – auch Linienablauf oder linearer Ablauf genannt – ist ein schmales, längliches Entwässerungselement, das quer durch die Dusche oder an einer Wandseite verläuft. Im Gegensatz zu einem runden Punktablauf in der Mitte der Fläche sammelt die Rinne das Wasser entlang einer Linie und leitet es über einen integrierten Siphon in DN40 in die Abwasserleitung ab.
Der entscheidende praktische Vorteil: Der Boden der Dusche benötigt nur ein einseitiges Gefälle – das Wasser fließt in einer Richtung zur Rinne hin. Das vereinfacht die Estricharbeit erheblich und ermöglicht den Einsatz von großformatigen Fliesen (60×60 cm, 60×120 cm und größer), die ohne störende Fugenkreuze verlegt werden können, weil kein mehrseitiges Trichtergefälle hergestellt werden muss.
Das Sortiment umfasst vier Serien in drei Farben:
Alle Modelle haben einen DN40-Abflussanschluss und einen integrierten Geruchsverschluss (Siphon), der das Einströmen von Kanalgerüchen verhindert.
Die Einbautiefe ist das entscheidende technische Maß bei der Planung einer bodengleichen Dusche. Sie gibt an, wie tief die Rinne ab Oberkante Fertigboden eingebaut werden muss. In diesem Raum müssen Abdichtung, Fliesenkleber, Fliese und der Rinnenkörper untergebracht werden.
Bei der Planung gilt: Die Mindesteinbautiefe des gewählten Modells plus die Dicke der Abdichtung, des Fliesenklebers und der Fliese müssen im verfügbaren Bodenaufbau unterzubringen sein. Die genauen Einbautiefen sind in den Produktdetails angegeben.
Der Durchfluss des integrierten Siphons gibt an, wie viel Wasser die Rinne pro Minute ableiten kann.
Einige Modelle im Sortiment (erkennbar am Filter „Möglichkeit zum Einkleben einer Fliese: Ja") haben eine befliesbare Abdeckung. Dabei wird dieselbe Fliese wie auf dem Duschboden in die Abdeckung eingeklebt. Das Ergebnis: Die Rinne verschwindet optisch fast vollständig im Boden – nur ein schmaler Spalt bleibt sichtbar, durch den das Wasser abläuft.
Diese Lösung ist besonders für großformatige Fliesen interessant, bei denen die Rinnenabdeckung aus demselben Fliesen-Material besteht und nahezu nahtlos wirkt. Die Fliese wird vom Fliesenleger vor Ort zugeschnitten und eingeklebt.
Die häufigste und optisch unauffälligste Variante ist die wandbündige Montage – die Rinne verläuft direkt an einer Wand der Dusche. Das Wasser fließt zur Wand hin, die Abdeckung schließt bündig mit dem Fliesenspiegel ab. Kombiniert mit einer befliesten Abdeckung wirkt diese Lösung extrem reduziert.
Mittig kann die Rinne verlegt werden, wenn die Abwasserleitung zentral unter der Duschfläche liegt. Das ergibt ein symmetrisches Bild, erfordert aber beidseitiges Gefälle – der Estrich fällt von beiden Seiten zur Rinne hin ab.
Am Übergang zum Badezimmerboden (Schwellenersatz) kann die Rinne die optische Grenze zwischen Duschbereich und restlichem Bad bilden, ohne dass eine Schwelle nötig ist.
Für eine funktionierende bodengleiche Dusche mit Linienablauf muss der Estrich ein einseitiges Gefälle von mindestens 1,5 bis 2 % haben. Das bedeutet: Auf einem Meter Länge fällt die Fläche um 1,5 bis 2 cm ab. Der Estrichleger hält dieses Gefälle beim Einbau ein.
Das einseitige Gefälle zur Rinne hin ist der wesentliche Vorteil gegenüber einem Punktablauf in der Mitte, bei dem das Gefälle von allen vier Seiten zum Mittelpunkt hin laufen muss. Das vereinfacht nicht nur die Estricharbeit, sondern ermöglicht auch das fugenarme Verlegen großformatiger Fliesen.
Bodengleiche Duschen müssen in Österreich nach den Anforderungen der ÖNORM B 3407 (Abdichtungen im Bauwesen) abgedichtet werden. Der Bodenbereich der Dusche und der Wandbereich bis mindestens 15 cm Höhe (an der Brausewand bis zur Regenbrausenhöhe) müssen mit einer geeigneten Abdichtung versehen sein.
Die Duschrinne muss fachgerecht in die Abdichtung eingebunden werden. Alle Modelle haben Dichtflansche, über die die flüssige Abdichtung oder die Dichtbahn angeschlossen wird. Die Ausführung der Abdichtung sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen – unsachgemäße Abdichtung ist die häufigste Ursache für Wasserschäden unter Duschkonstruktionen, die oft erst nach Jahren sichtbar werden.
Die Abdeckung der Rinne lässt sich werkzeuglos oder mit wenigen Handgriffen herausnehmen. Darunter liegt der Siphon mit integriertem Haarsieb, das Haare und Rückstände zurückhält und verhindert, dass sie in die Abwasserleitung gelangen.
Das Haarsieb nach jedem Duschen oder mindestens wöchentlich reinigen – herausnehmen, Haare entfernen, abspülen. Der Siphon selbst alle paar Monate auf Ablagerungen prüfen und bei Bedarf reinigen. Die Abdeckung mit mildem Reiniger und weichem Tuch reinigen; bei Edelstahl anschließend trocken reiben, um Wasserflecken zu vermeiden. Kalkablagerungen mit verdünnter Zitronensäure lösen.
Die Länge der Duschrinne sollte der Breite der Duschfläche entsprechen oder leicht darunter liegen. Gängige Duschbreiten in österreichischen Bädern liegen zwischen 80 und 120 cm. Die Modelle im Sortiment decken folgende Längen ab:
600 mm – für schmale Duschen ab ca. 80 cm Breite oder wenn die Rinne kürzer als die Duschbreite sein soll. 700 mm – für Standardduschen 80–90 cm. 800 mm – für Duschen ab 90–100 cm Breite. 900 mm – für großzügige Duschen ab 100 cm Breite.
Die genaue Wahl hängt von der Duschbreite und der gewünschten Optik ab. Eine Rinne, die exakt der Breite entspricht, wirkt am stimmigsten; eine kürzere Rinne ist möglich, wenn das Gefälle entsprechend angepasst wird.
Warum eine Duschrinne statt einem Punktablauf?
Eine Duschrinne ermöglicht einseitiges Gefälle des Bodens, was großformatige Fliesen ohne kompliziertes mehrseitiges Trichtergefälle ermöglicht. Optisch wirkt sie moderner und weniger dominant als ein zentraler Punktablauf.
Welche Einbautiefe brauche ich?
Das hängt von Ihrem Bodenaufbau ab. Ziehen Sie von der verfügbaren Aufbauhöhe die Dicke von Abdichtung, Fliesenkleber und Fliese ab. Der Rest steht für den Ablauf zur Verfügung. Die LINEAR SLIM-Serie braucht 52 mm, die PLATE-Serie je nach Modell 62 oder 73 mm.
Was bedeutet DN40?
DN40 bezeichnet den Nenndurchmesser des Abflussanschlusses – 40 mm. Alle Modelle im Sortiment haben diesen Anschluss. Die vorhandene Abwasserleitung unter der Dusche muss ebenfalls DN40 oder größer sein.
Kann ich eine Fliese in die Abdeckung einkleben?
Bei ausgewählten Modellen ja – der Filter „Möglichkeit zum Einkleben einer Fliese" zeigt an, welche Modelle diese Option bieten. Die Fliese wird vom Fliesenleger vor Ort zugeschnitten und in die Abdeckung eingeklebt.
Was ist der Unterschied zwischen PLATE STEEL und PLATE BLACK?
Beide Serien haben denselben Rinnenkörper und Durchfluss (35 l/min). PLATE STEEL hat eine gebürstete Edelstahlabdeckung, PLATE BLACK eine schwarze Abdeckung. Die Wahl richtet sich nach der Armatur- und Accessoirefarbe im Bad.
Muss ich die Rinne selbst einbauen?
Der Einbau einer Duschrinne ist Teil der gesamten Duschkonstruktion (Estrich, Abdichtung, Fliesenverlegung) und sollte von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Insbesondere die Abdichtung nach ÖNORM B 3407 ist sicherheitskritisch und erfordert Fachkenntnis.
Wie reinige ich die Rinne?
Abdeckung herausnehmen, Haarsieb reinigen, Abdeckung mit mildem Reiniger abwischen und trocken reiben. Kalkflecken mit verdünnter Zitronensäure entfernen. Das Haarsieb wöchentlich reinigen.